RE: Kardanwelle - getriebeseitiges Kegelrad - Mutter ab

#11 von hikker , 12.06.2018 19:44

Hab jetzt zwar keine Schnittzeichnung von dem Getriebe da, aber: Was meinst Du mit "sichtbar geschmiert"? Waren die Räder komplett trocken (wäre schlecht) oder haben sie nur nicht vor Öl getrieft (das wäre nämlich auch nicht gut) ? Die Räder liegen ja im Getriebegehäuse und bekommen da ihr notwendiges Öl im Betrieb "zugeschleudert" - korrekter Ölstand vorausgesetzt.
Und wenn man irgendwo weiter oben am Getriebe einen Deckel öffnet, dann sollte da eigentlich auch nicht wirklich was rauslaufen. Was sollte das Öl dort "oben" im Stand?
Ich meine: Der vom Hersteller vorgegebene Ölstand ist ja exakt so berechnet, daß das / die unten liegenden Zahnräder gerade so tief bzw. knapp in das Öl eintauchen, damit gerade genug nach oben geschleudert wird, damit die Schmierung an jeder relevanten Stelle im Betrieb sichergestellt ist.

Aber, wie gesagt - wenn die Räder komplett trocken wären, dann würde was nicht stimmen ... am Ölstand!

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RE: Kardanwelle - getriebeseitiges Kegelrad - Mutter ab

#12 von wauhoo , 13.06.2018 04:49

@hikker

Zitat
Waren die Räder komplett trocken (wäre schlecht)

Für meinen Eindruck -> "Ja".

Zitat
oder haben sie nur nicht vor Öl getrieft (das wäre nämlich auch nicht gut) ?

Öl lief gestern aus, als ich nach Abholung des Quad vom Vertragshändler die Muttern einer Sichtprüfung unterziehen wollte und deswegen den runden Deckel abzuschrauben versuchte.

Zitat
Die Räder liegen ja im Getriebegehäuse

Sind bei der MXU 250 S aber separiert, also in einem extra Raum, nur für sie.

Zitat
und bekommen da ihr notwendiges Öl im Betrieb "zugeschleudert"

Wie sollte das in der Praxis funktionieren?

Zitat
korrekter Ölstand vorausgesetzt

Es ist eher zuviel als zu wenig Getriebeöl eingefüllt.

Zitat
Und wenn man irgendwo weiter oben am Getriebe einen Deckel öffnet,

Wieso "weiter oben"? Dieser Deckel, dieser runde, ist jener, der sich seitlich genau vor den Kegelrädern befindet; er ist also genau auf Höhe der Getriebeausgangswelle.


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RE: Kardanwelle - getriebeseitiges Kegelrad - Mutter ab

#13 von kampfruderer , 13.06.2018 08:45

In Sachen Ölfüllung scheinen die über die Zeit was geändert zu haben:
Im frei erhältlichen Werstatthandbuch für die MXU250 / 300 (ohne "R") steht 400ml, wenn ich mich richtig erinnere.
Meine 300R hat - von den Bildern im Handbuch abweichend - auf dem beschriebenen Deckel eine kleine Schraube, die logisch gesehen nur eine Kontrollschraube für den Ölstand sein kann (wie es sie z.B. hinten am Achsantrieb gibt).

Ich habe nicht gemessen, wieviel Öl abgelassen werden konnte. Auf jeden Fall mußte ich deutlich mehr als 400ml einfüllen, bis an der Bohrung Öl ankam. Damit hätte dieses Winkelgetriebe auf jeden Fall auch wirklich Öl. Wenn die Mopete wieder läuft (die Vario wartet noch auf Instandsetzung) werde ich beobachten, was passiert.

Gruß
Christian


 
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RE: Kardanwelle - getriebeseitiges Kegelrad - Mutter ab

#14 von hikker , 13.06.2018 15:48

Boah ... Sorry! Asche auf mein Haupt!

wauhoo, vergiß was ich über "oben" bzw. "unten" gesagt hab, ich hatte da irrtümlich ein ganz anderes Getriebe im Kopf ...

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RE: Kardanwelle - getriebeseitiges Kegelrad - Mutter ab

#15 von wauhoo , 15.06.2018 17:01

@kampfruderer

Hab's bei meiner MXU mal nachgeprüft, bzw. nachkontrolliert.

Die Kegelräder sind neu; vertrauenerweckend schaut die Mutter zum kardanwellenseitigen Kegelrad auch jetzt nicht aus. Ob's so sein muß, weiß ich nicht, aber diese metallene Eindrücklasche, (nenne ich mal so), also die, die bewirkt, daß sich diese Mutter nicht von selber lösen kann, ist seitlich eingerissen. Bei der gleichartigen Mutter der Getriebeausgangswelle schaut hingegen alles schick aus.

Wo das Öl herkommen soll, welches diese zwei Kegelräder zu schmieren hat, weiß ich nun; ins Hauptgetriebe kann man 375ml Öl einfüllen, darüberhinaus drückt es aus diese Öffnung in den Raum mit den Kegelrädern. In der Vergangenheit war evtl. diese Öffnung verstopft(?), weil ja dieser separate Getrieberaum mit den Kegelrädern trocken war.

Alles in allem hat es jetzt allerdings trotz Ceratec nicht nur ein ordentliches Jaulen bei Belastung des Getriebes bspw. während der Phase der Beschleunigung, es scheint auch alles schwergängiger zu sein, als vorher. Bspw. ist das Schieben des Fahrzeuges mit eingelegtem Gang, (bei Motoraus), nicht mehr so leicht, wie früher.


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RE: Kardanwelle - getriebeseitiges Kegelrad - Mutter ab

#16 von kampfruderer , 15.06.2018 20:38

Danke für die Info. Am neueren Modell haben sie demnach das Gehäuse geändert (mehr Volumen) und die beschriebene Kontrollbohrung angebracht. War ihnen wohl doch sicherer.

Im Werkstatthandbuch steht nicht, daß das Winkelgetriebe ausdistanziert werden muß. Aber offensichtlich wurde mindestens das alte Sicherungsblech wiederverwendet. In Anbetracht der Tatsache, daß die Mutter schon mal den Abflug gemacht hat, stimmt mich das nachdenklich.

Bei meiner werde ich die Schraube für den Gang-Positionsgeber ganz akribisch sichern, damit die nicht noch mal durch die Vario fliegt. Das ist auch der wichtigste Grund, warum ich selber schraube: ich weiß, daß es sorgfältig gemacht wurde, auch wenn es manchmal etwas länger dauert. Bin auf die Maschine aber auch nicht angewiesen.


 
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RE: Kardanwelle - getriebeseitiges Kegelrad - Mutter ab

#17 von kamy , 16.06.2018 18:01

Bei den Kegelrädern muß das Zahnflankenspiel richtig eingestellt werden!
Laufen sie zu stramm jault es und es gibt schnel Pitting.

Allerdings muß man auch sagen das sich das Kegelradpaar erst einlaufen muß.


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RE: Kardanwelle - getriebeseitiges Kegelrad - Mutter ab

#18 von wauhoo , 16.06.2018 20:35

Zitat
Bei den Kegelrädern muß das Zahnflankenspiel richtig eingestellt werden!

Eingestellt wurde da evtl. gar nix.

Das Jaulen begann mit der ersten Getriebedemontage und hat sich im Laufe der Monate hörbar verstärkt.

Im Laufe der Zeit kam noch ein sporadisches Gerüttel dazu, so, als würde was unrund laufen; seitens der Vertragswerkstatt gab es die Anmerkung, daß man die Kardanwelle immer spüren würde.

Das maximale Gejaule hatte es vor wenigen Tagen, als halt festgestellt worden ist, daß die Mutter ab ist, die das kardanwellenseitige Kegelrad festhält.

Derzeit ist der Zustand, daß sich das Gejaule wieder etwas verringert hat, aber wie vor dem Wechsel der Kegelräder größer wird, wenn das Quad eine Weile gefahren wurde, für kurze Zeit abgestellt wird, und dann erneut gestartet wird. Vom Eindruck her so, als würde es bei Tageserstinbetriebnahme alles passen und bei zu geringer Fahrpause später nicht mehr.

Die Fahrgeräusche bei Tageserstinbetriebnahme und der Inbetriebnahme nach 1,5 Stunden Fahrpause bei Motoraus sind identisch. Folglich treten die ersten Fahrgeräusche auch erst nach ca. 1 Stunde Fahrbetrieb auf.

Zudem ist das Gejaule im Abschnitt ab 30 km/h am Größten; über 50 km/h ist's nicht hörbar.


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RE: Kardanwelle - getriebeseitiges Kegelrad - Mutter ab

#19 von hikker , 16.06.2018 20:41

Richtig! Wenn man es ganz korrekt machen will, muß die exakte Position der Kegelräder über die Tragbilder eingestellt werden. Eine kurze Einleitung dazu gibt's z.B. hier:
http://www.tandwiel.info/de/verzahnungen...-tandwiel-info/

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RE: Kardanwelle - getriebeseitiges Kegelrad - Mutter ab

#20 von wauhoo , 17.06.2018 09:36

@kamy

Zitat
Laufen sie zu stramm jault es und es gibt schnel Pitting.

Die bisherigen Kegelräder waren etwa mittig eines jeden Zahnes halbrund ausgeschliffen.

Dieses "zu stramm laufen" muß dann bereits mit dem ersten Auseinanderbauen des Getriebes begonnen haben? Bis zu diesem Augenblick, bei dem wegen Ausfall der Verzahnung der Hinterachse neben der Hinterachse auch das Hinterachsgetriebe getauscht worden sind, hatte es weder Jaulen noch Schwergängigkeit.

Derzeit ist es wohl so, also nach Montage der neuen Kegelräder, daß es im ganzen kardanseitigen Antriebsstrang incl. Verbindung der beiden Kegelräder kein Spiel hat, sofern sich das nach Abschrauben des kleinen runden Deckels so einfach manuell prüfen läßt.

Spiel hat es offenbar nur noch im Getriebehauptraum, also zwischen Getriebeausgangs- und der Getriebeingangswelle.

Zitat
das sich das Kegelradpaar erst einlaufen muß.

Wie lange braucht es dafür etwa? Seit Austausch wurde das Quad etwa 250 km gefahren.


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