Spurbreite Mxu 700

#1 von Reeen , 07.12.2020 12:43

Hallo,

ich bin neu hier und ich möchte mir eine Mxu 700 anschaffen (OK, genauer gesagt ist sie schon bestellt).
Das Gerät soll mir im Wald und bei der Jagd helfen aber auch beim Schneeräumen.

Jetzt die entscheidende Frage für das Schneeschild. Wie breit ist die Mxu 700 an der Radaußenkante (mit Standartbereifung Bighorn 2) ? Im Internet findet man leider nur die Fahrzeugbreite gesamt mit 1,23 m bzw. 1,24 m. Aber ist das die Breite der überstehenden Plastikverkleidung / Kotflügel oben? Die Suchfunktion hat leider keine befriedigenden Ergebnisse ausgespuckt.

Ich möchte mir das 1,32 cm Schild von Götz holen (Cycle Country - ist ein Kunststoffschild), welches in der schrägsten Stellung eine Arbeitsbreite von 1,23 m hat. Bin mir nicht sicher, ob das insgesamt breit genug ist.

Habt ihr Erfahrungen mit dem Schild?
Um der Grunddiskussion Metall vs Kunststoff vorzubeugen, es muss leider das Kunststoffschild sein, da im Zweifel auch meine zierliche Frau in der Lage sein muss das Schild vom Garagendachboden zu holen und zu montieren.


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RE: Spurbreite Mxu 700

#2 von Spirit , 07.12.2020 13:59

Meine MXU500 IRS DX ist 125 cm breit. Mein Schlid von WARN ist 132 cm und reicht bei Schrägstellung. Ich kann das Schild gerade oder beidseitig 2 Stufen schräg stellen. Ich nutze es fast nur in der 1. Schrägstufe. Die 2. nutze ich nur für den 1. Durchgang, um erst einmal eine Durchfahrt zu schaffen, oder bei einer engen Durchfahrt. Die 2. Stufe ist minimal schmaler als das ATV, das stört aber nicht weiter. Die gerade Einstellung nutze ich nur, um einen Schneehaufen zusammenzuschieben. Zum Freiräumen eignet sie sich nicht, da der Schnee nicht seitlich vom Schild rutschen kann.
Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest und du genug Platz hast, kannst du auch ein 137 oder 152 cm Schild nehmen. Die Kraft deiner 700-er müsste reichen.
Wichtiger als das Gewicht (dein Schild wird um die 25 kg haben, mein Stahlschild hat 50 kg) ist die Art der Montage. Ich habe eine Center- oder Mittenmontage.
Vorteil: Geringerer Überstand, kürzere Fahrzeuglänge, wendiger, die Anbauvorrichtung stört nicht, wenn du das Schild nicht brauchst
Nachteil: Beim Anbau musst du unter das Fahrzeug und du brauchst Platz, da du von beiden Seiten rankommen musst.
Deine Frau wird dich verfluchen, wenn sie das Schlid bei nassen Untergründen anbauen muss und wenn du es dran lässt, dann schneit es nicht. So jedenfalls meine Erfahrung.
Frontmontage:
Vorteil: einfach anhängen und fertig,
Nachteil: Du hast die längere Anbauvorrichtung vor dem Fahrzeug, die du erst einmal anbauen musst und im Sommer wieder abbauen wirst, weil sie im Gelände irgendwann stört.


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RE: Spurbreite Mxu 700

#3 von Reeen , 07.12.2020 14:48

Danke für deine Einschätzung.

Das ATV steht trocken in einem großen Carport. Beidseitig rankommen sollte kein Problem sein.

Ich weiß nicht ob sie mich mehr verflucht, wenn ich ihr sage, dass sie die Zufahrt mit der Schippe räumen soll. ;-)

Ich habe jetzt keine sonderlich schmalen Streifen. Vielleicht nehme ich dann wirklich das 152 cm Schild. Aber meinem Vater wollte ich das Quad zum Schneeräumen ab und zu auf Arbeit mitgeben. Da weiß ich nicht wie die Gegebenheiten sind.
Ich denke ich werde das 132 nehmen und räume ggf. nicht in kleinster Stufe.

Das Schild ist übrigens Centermontage.


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RE: Spurbreite Mxu 700

#4 von Spirit , 08.12.2020 09:05

Kleiner Tipp zum Anbau. Ich lege das Schild auf einen Scherenwagenheber und hebe es damit in die Halterungen. Das spart viel Kraft, wenn du die Bolzen einführen musst. Sonst musst du mit einem Arm das Schild hochdrücken und zeitgleich mit der freien Hand die Bolzen einführen. Ich kann nur empfehlen, für das Einhängen über ein Hilfswerkzeug nachzudenken, vor allem, wenn es eine Person alleine machen muß.
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RE: Spurbreite Mxu 700

#5 von Reeen , 08.12.2020 22:35

Danke, muss ich mir mal anschauen wenn es soweit ist.

Gleich mal noch eine Frage zum Winter generell. Versiegelst du die Kymco von unten mit Unterbodenwachs oder lässt du dem Salz seinen Spaß?

Einen Grundschutz ab Werk scheint es (zumindest rein optisch) ja nicht zu geben.


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RE: Spurbreite Mxu 700

#6 von Spirit , 09.12.2020 08:42

Ab Werk gibt es, wenn überhaupt, nur einen Transportschutz, der bei der Montage entfernt wird. Ich habe meine mit seewasserresistenten Korrosionsschutzwachs eingesprüht, einschl. aller innen zugänglichen Rohre. Die offenen Teile sprühe ich alle 1-2 Jahre, nach einer Wäsche und möglichst vor dem Winter, mit Schutzöl ein. Wenn du WD-40 nutzen möchtest, dann würde ich die Gummimanschetten vorher mit einer Gummipflege behandeln ( z- B. Silikonöl aufsprühen). WD-40 bildet zwar eine Schutzschicht, wirkt aber gleichzeitig entölend. Alle Teile, die Wärme abgeben, also Motor Auspuff Kühler usw., solltest du nicht mit Wachs oder Unterbodenschutz einsprühen. Das wirkt isolierend und mindert die Wärmeabgabe. Den Motor kannst du mit Schutzöleinsprühen, Kühler und Auspuff musst du so lassen, wie sie sind. Der Kühler zieht nach dem Einölen mehr Staub an und setzt sich zu, der Auspuff qualmt das Öl wieder ab und kann sich dabei gelb verfärben. Ich habe die Montageplatte so montiert, dass der Unterfahrschutz darunter ist. Beim Anbau der Montageplatte würde ich den Rahmen schützen, indem die Berührungsstellen mit Iso-Band o. ä. umwickelt werden. Wenn da die Beschichtung beschädigt wird, entwickeln sich potenzielle Roststellen.
Als Korrosionsschutz ist ein gutes Kriechöl schon geeignet, da muss man aber ab und zu nachsprühen. Je leichter das Öl, desto kürzer der Korrosionsschutz. Wenn du zu Hause sprühen möchtest, leg eine Folie und Zeitung unter. Die Zeitung fängt abtropfendes Öl auf und die Folie schützt den Boden im Carport vor dem Öl.
Noch ein guter Rat: Verwende keine bitumen- oder teerhaligen Mittel. Die werden durch das Trocknen rissig und du bekommst die nur besch... wieder runter.


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Korrosionsschutz

#7 von kampfruderer , 09.12.2020 10:01

Ein wenig Senf habe ich als Winter- und Schlechtwetterfahrer noch zur Ergänzung von Spirit's Beitrag:

1. Hydrauliköl eignet sich wunderbar zum Einpinseln der blanken kleinen Teile wie Verschraubungen, Bowdenzüge etc.
2. Wenn die Bremsen der 700er auch geschraubte Belaghaltestifte hat: diese im Neuzustand alle einmal ausbauen, die Gewinde mit Montagepaste versorgen (sparsam) und wieder einschrauben
3. Da der Rahmen von außen weder sinnvoll einzusprühen noch einzupinseln ist, habe ich nur Ecken, an denen es außen anfängt zu gammeln, entweder mit Mike Sanders eingepinselt (wenn's schnell gehen mußte) oder mit Hammerite
4. Salz richtet nur Unheil an, wenn man es einwirken läßt.

Eine Unkrautspritze mit klarem Wasser ist schnell zur Hand. Damit das "Moped" fix untenrum absprühen, wenn man nach einer Salzfahrt zuhause ankommt. Das spart perspektivisch viel Ärger und Arbeit. Die Spritze hilft auch, nach einem Geländetag ein verkehrssicheres Fahrzeug zu haben: Leuchten und Kühler von Modder befreien, bevor es auf den Heimweg geht. Im Gegensatz zum Hochdruckreiniger geht damit auch nichts kaputt.

Gruß
Christian


 
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RE: Korrosionsschutz

#8 von Reeen , 09.12.2020 22:49

@spirit

Also wenn ich es richtig verstanden habe hast du deine Maschine ein Mal mit Wachs behandelt und anschließend immer mit Schutzöl?

Würdest du das mit dem Wachs nochmal so machen oder nur das Öl nehmen?

Ich habe auf a.....zon ein Schutzöl einer Firma namens East Germany Oil gefunden, was sich aufsprühen lässt. Das klang vom Preis (ca. 30€ mit Versand für 5 l) recht gut. In der Beschreibung steht auch, dass es Gummis und andere Fette nicht angreifen würde.

Muss man bei Wachs eigentlich aufpassen, dass es nicht in den Dämpferbereiche kommt und dann ggf. dort eingetragen wird? (im Bremsenbereich haben weder Wachs noch Öl etwas zu suchen, das weiß ich). Danke für den. Tipp mit Auspuff und Kühler.

Am Besten wäre sicherlich eine Schutzschicht aufzubringen und wie Christian es geschrieben hat, nach der Fahrt abspritzen. Wenn ich allerdings Nachts von Jagd komme und womöglich noch ein Stück Wild versorgen muss, kenne ich mich zu gut, als das ich sagen würde, dass ich anschließend das Quad noch schön abspritzen werde. Daher werde ich um eine Schutzschicht und ggf. später Hammerite nicht umher kommen.

Danke Christian für den Tipp mit den Bremssattelschrauben.

Wegen der Montageplatte hat mir der Händler angeboten, dass er die gleich mit montiert, wenn er das ATV zusammenbaut. Da werde ich ihn nochmal freundlich bitten einen Gummi oder sowas beizulegen, wenn es soweit ist.


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RE: Korrosionsschutz

#9 von Spirit , 10.12.2020 09:10

Ich habe ein Dauerschutzwachs aufgetragen, dass salzwasser- und hochseefest ist, habe das damals relativ günstig bekommen. Unter dem Motor/Getriebe, wo ja eine direkt Wärmeeinwirkung vorhanden ist, ist die Beschichtung auch jetzt noch in Ordnung.
Die Stoßdämpfer habe ich nicht eingewachst. Um Schalldämpfer und Krümmer habe ich etwas Zeitung gewickelt. Bei anderen Stellen reicht es manchmal schon, wenn du ein Stück Pappe davor hälst. Die Bremsscheiben kannst du mit Aceton abpinseln oder Bremsen- oder Felgenreiniger aufsprühen und dann abspülen.
In den Bereichen, in denen Wasser, Schmutz usw. ständig "aufprallen", ist der Korrosionsschutz nach einiger Zeit abgetragen. Daher sprühe ich dort ein- bis zweimal im Jahr mit Korrosionsschutz oder Kriechöl ein.
Zum Sprühöl: Das East Germany ist gut, du könntest auch das von Knaus Schmierstoffe nehmen. Bei dem von Knaus hält der Schutz ca. 6 Monate, wenn du das im Herbst aufträgst, müsste es den ganzen Winter durchhalten. Wie lange das von East Germany hält, habe ich leider nicht gefunden.
Für die Bowdenzüge kannst du auch Nähmaschinen- oder Feinmechanikeröl nehmen, wichtig ist hier, dass es durch den ganzen Bautenzug kriecht. Es sollte nicht unten raustropfen und nicht kleben, also harzfrei sein.
Mit Hydrauliköl musst du vorsichtig sein. Je nach dem welche Ausführung du hast, kann es den Lack angreifen bzw. den Kunststoff und die Gummis verspröden. Es eignet sich aber gut als Rostlöser, je dünnflüssiger,desto besser.
Für die allg. Anwendung passt ein HLP32 oder max. HLP46. Das HLP68 kriecht nicht durch die Bowdenzüge und HLP22 ist zu dünnflüssig um dauerhaften Schutz zu bieten.
Für evtl. auftretende Roststellen nehme ich Owatrol Rostversiegelung. Das durchdringt den Rost und bindet dann ab, so dass das Weiterrosten unterbunden wird. Da du davon wenig brauchst, kommst du damit wirklich sehr weit. Kamy hat das Owatrol beim Überholen seiner MXU benutzt und und darüber geschrieben. Seit dem nutze ich es auch in vielen Bereichen.
Wenn du viel bei schlechten Wetter unterwegs bist, kannst du überlegen, ob du die elektrischen Bauteile mit Kontaktspray behandelst.
Ich wollte eigentlich nicht so viel schreiben, aber naja.


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